Die Manipulation der
Musik durch die Nazis im Zweiten Weltkrieg
Musik war nicht nur ein Typ
Kunst während des Zweiten Weltkrieges in Deutschland. Sondern sie war auch eine
wirksame Form der Propaganda für das Nazi Regime, das seine Weltanschauung
fördern wollte. Weil Deutschland bekannt für begabte und wunderbare Komponisten
war, waren die Nazis besorgt, dass die reine und klassische deutsche Musik von
modernen und neuen Trends zerstört werden würde.[1] Aus diesem Grund hatte
Alfred Rosenberg den Kampfbund für deutsche Kultur vor dem Anfang des Krieges
gegründet.[2] Der Zweck des Kampfbundes war, entartete Musik einzuschränken und
zu beseitigen. Die sogenannte entartete Musik war Teil der großen Kampagne
gegen entartete Kunst, in der die Regierung "entartete" Kultur
verbot. Nachdem Hitler 1933 Kanzler geworden war, gründete Joseph Goebbels die
Reichsmusikkammer.[3] Diese neue Nazi Institution wollte die Nazi Ideologie
auch in der Musik umsetzen, weshalb sie zum Beispiel Jazz und jüdisches Liedgut
verbot. Die Reichsmusikkammer verdammte offiziell Swing Musik, aber die Nazis
benutzten auch die beliebte Musik, um Hitlers Ideologie zu verbreiten. Dazu
schufen die Nazis eine Swing Band, die "Charlie and his Orchestra" hieß.[4] Die Band sang bekannte
amerikanische Lieder, aber mit abgeänderten Liedtexten. Zum Beispiel hatten sie
das Lied "You're Driving Me Crazy" von Walter Donaldson über Winston
Churchill gesungen. Ein paar der Liedtexte folgen hier: "Here is Winston Churchill's
latest tear-jerker: Yes, the Germans are driving me crazy / I thought I had
brains / But they shot down my planes..."[5] (https://www.youtube.com/watch?v=A3Th8nv90gU) Sie sind offenbar satirisch und propagandistisch.
Die Reichsmusikkammer
erforderte, dass alle deutschen Musiker Mitglieder wurden, aber viele wurden
abgelehnt, und das bedeutete ein professionelles Verbot.[6] Als Folge
davon war es vielen jüdischen Künstlern, die Deutsche waren, verboten, Musik in
den Konzerthäusern zu spielen. Schließlich waren alle jüdischen Musiker von
allen Orchestern entfernt, wie zum Beispiel den Berliner Philharmonikern.[7]
Glücklicherweise hatten die Juden ihre eigene Institution, den Jüdischen
Kulturbund, gegründet. Obwohl Juden in deutschen Konzerten nicht vorführen
konnten, hatten sie jüdische Konzerte, die für andere Juden waren, gefördert.[8]
Die Nazis schadeten auch jüdischen Musikern in Österreich und in den Wiener
Philharmonikern und mittlerweile weiß man, dass dreizehn Juden aus dem
Orchester ausgeschlossen wurden.[9] Zusätzlich wissen wir jetzt, dass das
bekannte Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker eine propagandistische Nazi
Strategie war.[10]
Die Nazis förderten
klassische und arische Musik und hatten viele Konzerte in Deutschland und in
Österreich.[11] (https://www.youtube.com/watch?v=MLJUjK2l6uU - aus der dritten Minute) Hitler hatte viele
klassische Komponisten geliebt, aber Wagner war sein Lieblingskomponist, und es
gibt jedes Jahr die Bayreuther Festspiele ihm zu Ehren.[12] (https://www.youtube.com/watch?v=bOUcrahvB24#t=18) Im Zweiten Weltkrieg kontrollierten die Nazis das Bayreuth
Konzert, damit sie Konzerte für die Soldaten und Offiziere haben konnten.
Zusätzlich hatten die Berliner Philharmoniker viele Konzerte für die Nazis
veranstaltet. Das Berliner Orchester wurde in dieser Zeit das "Reichsorchester”
genannt und es spielte für viele Nazi-Kongresse und -Treffen.[13] Wichtige
Offiziere mussten normalerweise in diese Ereignisse gehen, weil sie zentral für
Hitlers Kampagne waren. Das "Horst Wessellied" (https://www.youtube.com/watch?v=3mp4aOABbsI) und "Deutschland Deutschland
über alles" (https://www.youtube.com/watch?v=VeBYqL8nuSw) waren populär unter den Nazis und Soldaten durften an der
Front diese Lieder singen.[14] Leider hatte die Nazi Grausamkeit auch Musik für
Gefangenen Konzentrationslager ruiniert. Zum Beispiel mussten örtliche
Musiker oft für die Schutzstaffel spielen. Viele Konzentrationslager hatten
ihre eigenen Orchester, die mussten auch für die Offiziere spielen.[15] Musik
war überraschenderweise auch eine Foltermethode, weil Gefangene oft gezwungen
waren, Musik zu spielen, während sie geschlagen wurden. Musik wurde auch
gespielt während Erschießungen und Exekutionen.[16]
Es scheint vielleicht unwahrscheinlich, aber Musik war eine
mächtige Waffe für Hitler und die Nazis. Mit Musik konnten sie ihre giftige und
gefährliche Ideologie verbreiten und die Identitäten von Juden und anderen
Gruppen unterdrücken. Glücklicherweise ist Musik auch ein Symbol für Hoffnung
und Freiheit, und die musikalische Propaganda von den Nazis hat im Zweiten Weltkrieg
diese Bedeutung von Musik nicht ausradiert.
Bibliographie
[1]
http://holocaustmusic.ort.org/politics-and-propaganda/third-reich/
[2]
http://holocaustmusic.ort.org/politics-and-propaganda/third-reich/rosenberg-alfred0/
[3]
http://holocaustmusic.ort.org/politics-and-propaganda/third-reich/
[4]
http://holocaustmusic.ort.org/politics-and-propaganda/third-reich/jazz-under-the-nazis/
[5]
http://www.historyextra.com/feature/nazi-germany/hitler%E2%80%99s-jazz-band-how-nazis-used-swing-propaganda
[6]
http://holocaustmusic.ort.org/politics-and-propaganda/third-reich/reichskulturkammer/
[7] https://www.wsws.org/en/articles/2007/12/reic-d18.html
[8] http://www.h-net.org/reviews/showrev.php?id=32860
[9] http://www.theguardian.com/music/2013/mar/11/vienna-philharmonic-nazi-secrets
[10] http://www.theguardian.com/music/2013/mar/11/vienna-philharmonic-nazi-secrets
[11] http://fcit.usf.edu/holocaust/arts/musreich.htm
[12]
http://holocaustmusic.ort.org/politics-and-propaganda/third-reich/wagner-richard/
[13] https://www.wsws.org/en/articles/2007/12/reic-d18.html
[14]
http://holocaustmusic.ort.org/politics-and-propaganda/third-reich/
[15] http://holocaustmusic.ort.org/politics-and-propaganda/third-reich/
[16] http://holocaustmusic.ort.org/politics-and-propaganda/third-reich/